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 Zyankali-Köder am Hundestrand von Hafkrug

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BeitragThema: Zyankali-Köder am Hundestrand von Hafkrug   Do Jun 11, 2009 2:12 pm

Haffkrug/Lübeck
- Ein bisher unbekannter Täter legt in Haffkrug (Kreis Ostholstein) offensichtlich vergiftete Hundeköder aus. Wie eine Untersuchung solcher Fleischköder im Landeskriminalamt Schleswig- Holstein ergab, enthielten diese Köder hochgiftiges Zyanid. Das teilte gestern die Polizeidirektion Lübeck mit.

Am Freitag, 29. Mai 2009, hatte ein Beagle am Hundestrand möglicherweise einen solchen vergifteten „Fleischklops“ gefressen und war anschließend auf dem Weg in eine Tierarztpraxis verendet. Die Polizei hatte daraufhin die Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Noch am gleichen Abend konnten im Strandsand des Hundestrandes zwei weitere frikadellenähnliche Gegenstände gefunden und sichergestellt werden. Die Gemeinde Scharbeutz durchsiebte den gesamten Strandabschnitt, weitere verdächtige Gegenstände wurden zum Glück nicht gefunden. Warntafeln wurden aufgestellt. Am darauf folgenden Sonntagmorgen, 31. Mai 2009, fand ein Campingplatzbetreiber in seinem Garten zwei weitere “verdächtige Fleischklopse”. Er übergab die Gegenstände der Scharbeutzer Polizei. Die Ermittler haben daraufhin die sichergestellten Gegenstände dem Landeskriminalamt in Kiel mit dem Zweck der Untersuchung auf Giftstoffe übergeben. Die anschließende Untersuchung ergab dann die erschreckende Gewissheit: Bei dem beigefügten Giftstoff handelt es sich zweifelsfrei um Zyanid.

Im vorliegenden Fall hatte der Beagle nach Ermittlue der Polizei die höchstwahrscheinlich aus Hundefutter mit Zyanidsalz versehenen Gegenstände, die auf den ersten Blick wie Fleischklopse aussehen, gefressen und war dann bereits nach wenigen Minuten an den Folgen verendet. Daher wird auch weiterhin davor gewarnt, mit Zyanid in Verbindung zu kommen. Beim Auffinden von weiteren verdächtigen Gegenständen rät die Polizei, die Gegenstände nur mit Handschuhen zu berühren, sicher in Plastiktüten zu verstauen und umgehend der Polizei zu übergeben. Bei einem Kontakt zwischen Zyanid und Flüssigkeiten, z. B. Magensäure, entsteht Blausäure, die auch bei Menschen in schon geringer Konzentration innerhalb kürzester Zeit zum Tode führen kann. Zyanidsalze braucht man in der Metallurgie zum Galvanisieren, zur Reinigung von Metallen und zur Extraktion von Gold aus dem Erz.
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